Leder

Leder ist ein strapazierfähiges und langlebiges Naturprodukt von unverwechselbarer, markanter Schönheit mit dem Duft der Natur. Anschmiegsam, warm, elastisch und schützend. Dies sind nur einige Eigenschaften. Es ist ein Genuss für das Auge mit zeitlosem Charakter.

Kein Stück Leder gleicht dem anderen, jedes Stück ist ein Unikat, denn es kann nicht künstlich hergestellt werden. Lederwaren sind einige der wenigen Gegenstände, die mit dem Gebrauch immer schöner und individueller werden und unseren Nachkommen eine eigene Lebensgeschichte erzählen.

Wie alles begann

Einen einmaligen Einblick in die Vielfältigkeit steinzeitlicher Lederbearbeitung bietet die 5300 Jahre alte Gletschermumie „Ötzi“. Seine Schuhe, Oberbekleidung und Mütze wurden aus verschiedenen Lederarten hergestellt, bei denen eine Gerbung durch Fett und Rauch nachgewiesen werden konnte. Noch etwas älter ist ein 2008 entdeckter Lederschuh aus Armenien.Er wurde in der Höhle Areni entdeckt und stammt aus der Zeit zwischen 3630 und 3380 v.Chr.. Lange vor der Zeitenwende waren lederne Gegenstände auch in Ägypten und bei den Israeliten in Gebrauch. Die pflanzliche Gerbung war schon im 4. Jahrtausend v. Chr. im alten Ägypten bekannt. In der Zeit des römischen Imperiums wurde viel Leder für die Herstellung der Ausrüstung verwendet. Selbst die nordamerikanischen Indianer räucherten die Felle, um sie geschmeidig zu machen. Sie trugen Mokassins aus Leder, das feucht am Fuß angepasst wurde und beim Trocknen dessen Form annahm. Konventionelle Lederherstellung ist aus ökologischer Sicht problematisch!
Leder ist zwar ein Naturprodukt, durchläuft jedoch normalerweise viele umweltbelastende Produktionsschritte. Schon lange ist bekannt, dass insbesondere die Gerbverfahren, die zur Konservierung von Tierhäuten notwendig sind, das Abwasser belasten. Allerdings ist auch das Ausgangsmaterial selbst, die Tierhaut, bereits chemisch belastet. Die Tiere können Herbizide, Insektizide und Düngemittel über das Futter aufnehmen. Chemische Behandlungsmittel gegen Parasiten lagern sich zum Teil in der tierischen Haut ein. Lederbekleidung, die mit der menschlichen Haut in Berührung kommt, ist oft ein Auslöser für allergische Reaktionen, da dreiwertiges Chrom als Gerbstoff (oft verharmlost als Mineralgerbung) verwendet wird, so das die Gefahr von allergischen Reaktionen möglich ist. Bei importiertem Leder ist es kaum möglich, Einfluss auf das Gerbverfahren zu nehmen. Chromkerbung beherrscht zu 90% den Weltmarkt und ist ein Schwermetallschnellgerbstoff.
 

Der industrielle Gerbprozess läuft in drei Schritten ab:

1. Zunächst werden die Häute durch Trocknen oder Salzen konserviert und für die Lagerung oder den Transport vorbereitet.
2. Beim sich anschließenden Weichen werden Schmutzpartikel, Blut und Konservierungs-stoffe entfernt. Wärme und Feuchtigkeit lockern die Haare, die sich durch Zugabe von Kalk­ und Schwefelverbindungen beim Äschern entfernen lassen.
3. Der eigentliche Gerbprozess erfolgt unter Verwendung pflanzlicher­, mineralischer­ oder fetthaltiger Gerbstoffe. Aufgrund der Mechanismen der industriellen Produktion wurden heute meist natürliche Gerbstoffe gegen kostengünstige Chromsalze ersetzt, die aber sehr negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Denn der bei der Lederherstellung anfallende Klärschlamm bringt schwermetallhaltige Ablagerungen mit sich.

ANDERS ist hier anders! Wir gerben frei von Schadstoffen mit vegetabiler Gerbung
Unsere hochwertigen Rindsleder sind ausschließlich nach ökologischen Grundsätzen hergestellt.
    ANDERS verwendet absolut chromfrei gegerbte Lederhäute.
    Es werden weder chromhaltige Produkte eingesetzt, noch kommen unsere Leder im Laufe der Produktion mit chromhaltigen Stoffen in Verbindung. 
    ANDERS verwendet absolut schwermetallfreie Farbstoffe. Diese sind PCP-frei. Unser Leder ist rückstandslos kompostierbar und biologisch abbaubar.
    ANDERS verzichtet auf Weichmacher. Es wird komplett auf den Einsatz von Glutardialdehyd und anderen/ähnlichen Aldehyden verzichtet.
    ANDERS verarbeitet Leder in Handarbeit. Die natürliche Haptik bleibt durch die offenen Poren erhalten. Anschließend wird das Leder in Handarbeit sorgfältig mit Ölen und Wachsen bearbeitet. Mit dem Gebrauch entsteht eine gewollte, glänzende Leder-Patina, wodurch die Tasche ihren einzigartigen Charakter erhält.